Meine CO2-Bilanz 2008 - 2017 Verbrauch (10 Jahre)

Zitat: “Weniger ist mehr, Glück findet sich im Sein, nicht im Haben.” (klimaneutral_leben_4.pdf)

Mein CO2-Profil / CO2-Bilanz der letzten 10 Jahre 2008 - 2017 Verbrauch (10 Jahre)

Berechnung CO2 Verbrauch in 10 Jahren

Kategorie Berechnung CO2 [t]
Auto 106.000 km, 109 g/km CO2 -> 106.000 * 109 = 11.554 Kg CO2 11.5
Bahn Durchschnitt ~2500 km/Jahr x 0.06 kg CO2 1.5
Gas 39.610 kWh x 0.22 kg CO2 8.7
Strom 33.500 kWh x 0.435 kg CO2 14.6
Ernährung, vegetarisch Schätzwert 8.0
Konsum Schätzwert 1.1

Strom berechnet nach dem Energieträgermix Deutschland 435g CO2 / kWh Strom

Tabellarische Zusammenfassung meines CO2-Profils (Verbrauch 10 Jahre)

Kategorie     Verbrauch CO2 [t] CO2/Jahr [t]
Mobilität Flugzeug Kerosin 0 l 0 0
Mobilität Schiff Diesel 0 l 0 0
Mobilität Auto Benzin 10600 l 11.5 1.15
Mobilität zu Fuß -   0 0
Mobilität Fahrrad -   0 0
Mobilität Bahn + ÖPNV Strom/Diesel   1.5 0.15
Wohnung Heizung Gas 39.610 kWh 8.7 0.87
Wohnung Warmwasser + Licht Strom 33.500 kWh 14.6 1.46
Ernährung Fleisch   0 kg 0 0
Ernährung vegetarisch     8 0.8
Konsum       1.1 0.11
Summe       ~45 ~4.5

Die obige Tabelle zeigt, dass ich in den Jahren 2008-2017 weder Flugreisen noch Kreuzfahrten / Schiffsreisen unternommen und mich vegetarisch ernährt habe. Außerdem habe ich ausschließlich Urlaub in der Region gemacht. Auf diese Weise konnte ich sehr viel CO2 einsparen. Mit meinen Werten liege ich zwischen dem weltweitem Durchschnitt (2007) von 5 t CO2/Jahr und der Empfehlung des Weltklimarates von 2 t CO2/Jahr und sehr deutlich unterhalb des deutschen Durchschnitts (2016) von 9 t CO2/Jahr. Mit meinem Stromverbrauch liege ich etwas über dem Durchschnitt von 2.300 Kilowattstunden (kWh) / Jahr, das liegt daran, dass mein Warmwasser mit Durchlauferhitzern erhitzt wird und nicht mit der Heizung gekoppelt ist wie man an meinem Gasverbrauch erkennen kann, dieser liegt deutlich unter 12.600 kWh / Jahr.

Durchschnittlicher CO2-Ausstoß nach Alltagsbereichen

Kategorie CO2/Jahr [%]
Strom 1.46 / 4.5 ~= 32
Mobilität 1.3 / 4.5 ~= 29
Ernährung 0.8 / 4.5 ~= 18
Konsum 0.11 / 4.5 ~= 2
Heizung 0.87 / 4.5 ~= 19

Dies spiegelt die Werte aus dem Dokument klimaneutral_leben_4.pdf ziemlich gut wieder. Ein Ausreißer ist mein Stromverbrauch mit 32% zu den 7% aus dem Dokument, was ich auf meine Warmwassererzeugung durch Durchlauferhitzer und intensive Wäschetrocknernutzung zurückführe. Ernährung mit 18% zu 14% aus dem Dokument, Mobilität mit meinen 29% zu 23% aus dem Dokument und Heizung mit meinen 19% zu 18% aus dem Dokument stimmen gut überein.

Fazit

  • Mit meinen Werten liege ich mit Auto unter dem CO2-Fußabdrucke “Weltweiter Durchschnitt (2007)” von ~5 t CO2/Jahr.
  • Nur eine Abschaffung des Autos würde zu einer deutlichen CO2-Reduktion führen und mich dann mit meiner jährlichen CO2-Belastung von ~4.5 t CO2/Jahr - 1.15 t CO2/Jahr ~= 3.35 t CO2/Jahr weiter in die Nähe der CO2-Empfehlung des Weltklimarates von ~2 t CO2/Jahr führen.
  • Zusätzlich zur Abschaffung des Autos würde ein Umstieg auf 100% echten (nicht Zertifikat gehandelt) Ökostroms (0.0 t CO2/Jahr) zu einer weiteren Einsparung von 1.46 t CO2/Jahr führen.

Tabellarischer Vergleich meines CO2-Profils mit deutschem und weltweitem Durchschnitt und der Empfehlung des Weltklimarates

CO2-Fußabdruck CO2/Jahr [t]
Deutscher Durchschnitt (1990) ~12
Deutscher Durchschnitt (2007) ~10
Deutscher Durchschnitt (2016) ~9
EU-Studie (2019) ~9
statistica (2020) für 2019 ~7.9
EU-27 (2007) ~7.5
Weltweiter Durchschnitt ~7
Weltweiter Durchschnitt (2007) ~5
Mein Durchschnitt mit Auto (Benziner) ~4.5
Mein Durchschnitt kein Auto ~3.35
CO2-Empfehlung Weltklimarat ~2
Mein Durchschnitt mit 100% Ökostrom, kein Auto ~1.9
Volkswirt Niko Paech (12/2020) 1.0

Steigende Haushaltsnettoeinkommen haben steigende Umweltbelastungen zur Folge

In der Tendenz steigt der CO2-Ausstoß mit dem Einkommen, größere Wohnung, Haus, Pool, noch größeres Haus, größeres Auto, SUV, mehr Reisen, Reisen in noch weiter entferntere Gebiete, mehr Klamotten, mehr Konsum, Ferienhaus, Zweitwagen, Campingwagen, Boot, Haustier, …

Zitat: Die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach oder der Kauf “ökofairen Kaffees” stabilisieren laut Paech nur die “ökosuizidale Lebensweise”, ohne aber wirklich etwas in Richtung Klimaschutz und Nachhaltigkeit zu verändern. Das etwa bei der Produktion von Strom zuhause eingesparte Geld werde meist doch nur “für schmutzigsten Konsum wieder ausgegeben”. (heise.de: rC3: Photovoltaik auf dem Dach “stabilisiert ökosuizidale Lebensweise”)

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